FAQ's (Antworten auf oft gestellte Fragen)

Die Antworten beziehen sich auf eigene Erfahrungen, können aber zwischen Rennteams abweichen. Wer genauere Angaben machen kann und möchte, teile uns dies bitte mit.

Am besten Sie bedienen sich der Suchmaschine und geben den (die) Begriff(e) ein, über den (die) Sie informiert werden wollen.


Frage: Wo kamen die Reifen her (DDR-Produktion?)
Antwort: Die Reifen (ausschließlich Sliks) kamen aus der damaligen CSSR  von der Firma Barum, später aus der UdSSR. Die DDR beteiligte sich an der Rennreifenproduktion nicht. Anfänglich wurden die Reifen aus der CSSR "offiziell" geschmuggelt, später gab es für Nationalkader Kontingente. In der Regel wurde das Reifenmaterial von tschechischen Sportsfreunden bezogen. Leider bekam man nicht immer die beste Mischung (gewünschte Härte) für Trocken- und Regenrennen.
Regenreifen wurden selbst durch die Rennsportler hergestellt (geschnitten). Mittels eines Gerätes, was einen  U-förmigen Stahldraht erhitzte, wurde je nach Erfahrung ein Profil geschnitten. Wurde das Schneiden für andere Sportsfreunde übernommen, betrug der Preis ca. 30 M/Reifen.

Frage: Wie lange wurde mit einem Reifensatz gefahren?
Antwort: Je nach Reifenhärte und Renneinsätzen wurde 1-2 Jahre pro Satz gefahren. Regenreifen hielten dagegen etwa 2 Jahre, eine kürzere Zeit dann, wenn die Mischung idealerweise weich war.

Frage: Wie teuer war ein Reifensatz?
Antwort: Ein Reifensatz kostete etwa 600 M.

Frage: Wer trug die Kosten für den Transport?
Antwort: In der Regel der Rennfahrer selbst. Bei Auslandseinsätzen gab es ein Tagegeld von 32 M, wovon auch die Transportkosten getragen werden mussten.

Frage: Wie viele Motoren hatte man in der Regel zur Verfügung?
Antwort: In der Regel hatte man 1 Motor, einige Sportfreunde verfügten über 1-2 Ersatzmotoren. Ulli Melkus, Bernd Kasper und Jürgen Meißner benutzten 1 Motor, der bei Defekten schnell repariert werden musste.

Frage: Was kostete ein Motor?
Antwort: Der Preis für einen Motor lässt sich schwer bestimmen, da Motoren in der Regel aus Altteilen neu aufgebaut wurden. Je nach Tuningaufwand betrug der Preis zwischen 6.000 - 8.000 M (Kaufpreis, wenn der Rennfahrer nicht in der Lage war, einen Motor selbst aufzubauen und zu tunen).

Frage: Wie hoch war der Benzinverbrauch?
Antwort: Er lag bei etwa 15-20 Liter/100 km bei 2 Vergaserstufen (Leistungsklasse 1).

Frage: Was konnte man am Fahrzeug abstimmen?
Antwort: Federlänge (Bodenfreiheit), Härte der Federung, Höhe der Spitze, Heckflügel, Stabilisator (mechanische Fernbedienung vom Cockpit aus), Bremsdruck auf Vorder- und Hinterachse (mechanische Fernbedienung vom Cockpit aus), Benzin-Luft-Gemisch durch Veränderung der jeweiligen Düsen,   

Frage: Wie teuer war eine Saison?
Antwort: Der Preis richtete sich je nach Renneinsätzen im In- und Ausland und dem betriebenen Aufwand für die Erhaltung und Einstellung der Technik sowie nach den Unfällen bzw. technischen Defekten. Als Richtwert kann man für Nationalkader zwischen 10.000 und 20.000 M/a ansetzen. 

Frage: Was bekam man für einen Werbevertrag?
Antwort: Je nach Werbeträger zwischen 1.000 und 10.000 M/a (Beispiele: NARVA etwa 8.000 M/a, ORWO etwa 7.000 M/a, Kolbenringe Dresden 7.000 M/a).

Frage: Wie war die Verteilung der Startnummern auf die sozialistischen Länder?
Antwort:

1 - 19
20 - 39
40 - 49
 50 - 59
 60 - 79
 80 - 99
100 - 120

  Polen
CSSR
Bulgarien
Ungarn
UdSSR
DDR
Rumänien

Frage:  
Antwort:  
 

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Alle Rechte und Irrungen vorbehalten * Letzte Aktualisierung: 16.08.2014