Liebe Motorsportfreunde,

 

diese Homepage soll von einer Zeit berichten, die noch vom klassischen Motorsport, Mann gegen Mann mit fast gleichen "Waffen" geprägt war. So bestand zwischen Technik und fahrerischem Können ein ausgewogenes Verhältnis. Es gewann der, der seine Technik im Griff hatte und mit Mut und einer gesunden Risikobereitschaft an den Start ging. Es war noch jene Zeit, als Reifenwechselzeiten und Stallstrategien keinen Einfluss auf den Ausgang eines beherzten Rennens hatten. Hinter diesen Kennzeichen verbergen sich hunderte interessanter Geschichten, von denen ein Teil auf den nachfolgenden Seiten erzählt werden.

Diese Homepage bietet allen die Möglichkeit, eigene Archive zu optimieren, Kontakte zu suchen und das Wissen um den Motorsport in der ehemaligen DDR , insbesondere in den Jahren 1980 bis 1989 in der Klasse B8, später E1300, zu vervollständigen. Es soll aber auch denjenigen Hilfestellung und Anregung sein, die die Geschichte des Motorsports niederzuschreiben gedenken oder über ihn objektiv berichten wollen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß!

Mit sportlichen Grüßen

Jürgen Meißner


Autogrammfoto Jürgen Meißner 1988 Frohburg

Motorsportfreunde, Fans und Liebhaber sind aufgerufen, in ihren Archiven nach Fotos und Geschichten zu suchen, die interessant und originell sind und diese Homepage wertvoll bereichern könnten.


Erinnern wir uns:


Die Rennstrecken in Ostdeutschland, wie der Sachsenring, Schleiz (älteste Naturrennstrecke Europas) und Frohburg erforderten enorme Leistungen und Mut der Fahrer. Dabei erreichten die Rennwagen Durchschnittsgeschwindigkeiten bis zu 165 km/h und Höchstgeschwindigkeiten bis zu 265 km/h bei leitplankenfreien Straßen. Zuschauerzahlen von oftmals über 300.000 an einem Wochenende waren der Lohn für harte Arbeit der Mechaniker und Rennfahrer, bei geringen Zuwendungen der Sportvereinigung. Es wurden Sätze, wie: „Geht nicht, gibt’s nicht!“ zum Zeichen des unermüdlichen Handelns geprägt, hatten Ersatzteilmangel und Materialschwierigkeiten ihren ständigen Einfluss auf Erfolg oder Niederlage. Damals ein Amateursport, wie man ihn sich nicht besser wünschen kann: Gleiche Voraussetzungen für alle Teilnehmer haben den sportlichen Wert „Mann gegen Mann“ geprägt.

So möchten wir an die DDR-Meister erinnern [Tabelle], die hervorragende Leistungen gezeigt haben, aber auch an die Rennfahrer, die die Rennsportgeschichte bis 1989 mitgestalteten, wie unter anderem Hans-Dieter Kessler, Heinz Siegert, Volker Worm, Manfred Günther, Helga Heinrich-Steudel, Manfred Kuhn, Peter Schwalbe, Henrik Opitz, Lutz Blütchen, Stefan Perner, Nils-Holger Wilms, Dietmar Isensee, Wolfgang Krug.

Besonders aber soll die Erinnerung denjenigen gelten, die in diesem Sport ihr Leben ließen oder schon verstorben sind. So verbeugen wir uns insbesondere in tiefer Ehrfurcht vor Ulli Melkus, Bernd Kasper und Frieder Kramer.

Nicht zuletzt soll auch an die Familien der Rennfahrer und an die ehrenamtlichen Monteure erinnert werden, die unter enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand diesen Sport ermöglichten. Sie alle waren mit ihrem Fahrer ein Team, ein Herz und eine Seele.

 

 


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